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Regionales Naturschutzgebiet Onferno - Emilia-Romagna

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Art des Schutzgebiets - Wo es sich befindet

Typologie: Regionales Naturschutzgebiet; gegründet mit D.C.R. 23. April 1991 n. 421
Emilia Romagna Region
Provinz: Rimini

Das regionale Naturschutzgebiet Onferno befindet sich am hügeligen Gürtel des Romagna-Apennins im Conca-Tal. Es erstreckt sich über 129,2 Hektar im Gemeindegebiet von Gemmano (Rimini) auf einer Höhe zwischen 230 m und 505 m ü.

Onferno Regional Nature Reserve (Foto www.appenninoromagnolo.it)

Beschreibung

Der unterirdische Komplex von Onferno im Hinterland von Riccione zwischen luftigen Hügeln gilt als eine der wichtigsten Karstmanifestationen der Romagna. Es entstand durch die erosive Wirkung eines kurzen unterirdischen Baches, der in der Antike sein Bett in einem selenitischen Kreidefelsen des unteren Messinian (vor 5/6 Millionen Jahren) ausgrub. Eine große Bewegung der Erdoberfläche transportierte diese riesige Kreidemasse, die das Ergebnis der Meeresverdunstung war. Der Beweis wird durch das Vorhandensein der grau-blauen Tone erbracht, auf denen es ruht, die einige Millionen Jahre jünger wären. Der Bach schuf unterirdische Mäander mit großen Räumen und hängenden Gipsmamelons, die aus den Gewölben herausragen und mit bloßem Auge sichtbar sind. Das Gebiet beheimatet sehr seltene Pflanzenarten in der Region und ist einer der wichtigsten Standorte für Troglobe-Insekten (Tiere, die in Höhlen leben).
Das unterirdische System der Höhlen beginnt bei einer Höhe von 290 Metern und reicht bis in eine Tiefe von 70 Metern.
Der Karstkomplex zeichnet sich durch eine Fauna von großem Wert aus. Insbesondere ist das Vorhandensein großer Kolonien von Chiroptera zu erwähnen, die es als einen der wichtigsten Orte bezeichnen, an denen diese fliegenden Säugetiere leben. Untersuchungen haben ergeben, dass 6 Arten (3 Rhinolophiden und 3 Vespertilioniden) vorhanden sind. Dies ist der größte Artenreichtum, der in einer natürlichen unterirdischen Umgebung vorkommt. Sie sind in sehr spektakulären Kolonien gruppiert. Sie scheinen an den Wänden zu hängen, natürlich verkehrt herum und klammern sich oft aneinander. Während des gesamten Winterschlafes von November bis April eingesperrt und ruhend, heben sie im Mai wieder ab, ruhen sich tagsüber aus und jagen nachts auf der Suche nach Insekten.

Höhlen des Onferno (Foto www.grottedionferno.it)

Informationen für den Besuch

Der Eingang zu den Höhlen befindet sich im alten Pieve di Santa Colomba, einem der ältesten in der Diözese Rimini, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und in dem sich auch das Besucherzentrum und das Multimedia Naturalistic Museum befinden.
- Besucherzentrum in Pieve di S. Colomba über Castello, 3 Onferno www.grottedionferno.it

Management:
Gemeinde Gemmano
P. zza Roma, 1
47040 Gemmano (RN)


Video: Discover Emilia-Romagna, Italy - Lonely Planet (Kann 2022).